18. Grundschule am Barbarossaplatz
 
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Chronik
 

1907 wurde das Gebäude am Barbarossaplatz gebaut, in das die Schöneberger ''Höhere Mädchenschule'' – das Chamisso-Lyceum – einzog. In dieser Schule war es eng: 1100 Schülerinnen wurden von nur 42 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Der Unterricht war teuer: Vor dem 1. Weltkrieg betrug das Schulgeld 110 bis 150 Mark. Ein Drittel der Schülerinnen waren Jüdinnen. Mit der Wahl Hitlers zum Reichskanzler begann die Judenverfolgung.

1933 wurden sieben jüdische Lehrerinnen und Lehrer zwangspensioniert, ab 1938 durften keine Jüdischen Schülerinnen mehr an der Schule unterrichtet werden.

1944 wurde das Gebäude  bei einem Bombenangriff stark beschädigt, der rechte Flügel völlig zerstört. Nach dem Krieg war hier das Infektionskrankenhaus des Auguste-Viktoria-Krankenhauses untergebracht.

1975 zog vorübergehend die Finkenkrug-Sonderschule für mehrfach behinderte Kinder ein.

1986 wurde das Gebäude wieder aufgebaut und grundlegend saniert. Einige Eltern aus dem Schuleinzugsbereich nahmen den Wiederaufbau zum Anlass, eine Elterninitiative zu gründen. Gemeinsam erarbeiteten sie ein Konzept für eine wohnortnahe Integrationsschule und verhandelten mit den politisch Verantwortlichen im Bezirk.

1989 schließlich wurde die Grundschule am Barbarossaplatz, die 18. Grundschule Schöneberg, gegründet. Gleichzeitig mit der Grundschule zog die Volkshochschule Tempelhof.-Schöneberg in das Gebäude ein.

1992 wurde der Förderverein der Grundschule am Barbarossaplatz gegründet. Dieser hat sich zur Aufgabe gestellt, besondere Unternehmungen und Anschaffungen für die Kinder zu finanzieren.

1994 entstand zusammen mit der Kiezoase Schöneberg e.V. der Schülerclub, indem sich  die Schüler ab der 4. Klasse zum Mittagessen und speziellen Freizeitangeboten treffen.

1999 feierte die Schule ihr 10-jähriges Bestehen mit einer Festwoche.

2001 öffnete die Schülerbücherei, die derzeit einen Bestand von etwa 2000 Büchern hat.

2004 gründete sich im Zuge der schulpolitischen Maßnahmen zur flächendeckenden Umgestaltung der Berliner Schulen in Ganztagsschulen eine Elterninitiative „Ganztagsschule in offener Form“. Nach zähem Ringen und verschiedenen Maßnahmen wurde Ende des Jahres der Grundschule am Barbarossaplatz dieser Schulstatus genehmigt/bestätigt. Als Kooperationspartner wurde das Pestalozzi-Fröbel-Haus (PFH) gewonnen.

2008 wurde mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 das jahrgangsübergreifende Lernen (JüL) in den Jahrgängen 1, 2 und 3 eingeführt.

2009 ist die Grundschule am Barbarossaplatz 20 Jahre alt. Es fanden verschiedene Projekte und Aktionen statt, u.a. wurde das Treppenhaus neu gestaltet und ein Schullogo entwickelt.

 


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